Roboter gegen den Pflegenotstand

10.06.2013

Roboter gegen den Pflegenotstand Der demographische Wandel ist in den Industrieländern in vollem Gange. Laut Prognosen des Statistischen Bundesamtes wird die Bevölkerung in Deutschland im Jahre 2050 auf 68,5 Millionen (davon etwa 40% älter als 60 Jahre) schrumpfen. Der bereits jetzt aufkommende Pflegenotstand wird sich durch diese Entwicklungen dramatisch verstärken. Eine der Möglichkeiten, diesem Problem entgegenzusteuern, ist der Einsatz von Robotern. Bereits heute werden technische Systeme entwickelt, die das Potenzial haben, älteren Personen mit nachlassenden geistigen und physischen Kräften das selbstbestimmte Leben in den eigenen vier Wänden wesentlich zu erleichtern.

Jedoch macht die Vorstellung, von einem technischen System überwacht oder unterstützt zu werden, vielen von uns Angst. Deshalb ist es an der Zeit, den Hintergrund, vorstellbare Anwendungsfelder und konkrete Aufgabenbereiche sowie mögliche Folgen des Einsatzes von kognitiven Systemen in der Pflege zu erörtern, um zu einem differenzierten Meinungsbild zu kommen. Heutige Gesellschaftsideale, ethische Vorstellungen und auch rechtliche Konsequenzen einer solchen Praxis sind Thema der geplanten Diskussion mit Expertinnen und Experten aus der Pflege, Sozialpolitik und Wissenschaft.

YOUSE-Gründer Dr. Sebastian Glende wird am 26.06.2013 gemeinsam mit Prof. Dr. Heidrun Karin Becker und Prof. Dr. Peter Dabrock bei der Stiftung Neue Verantwortung in Berlin zu den Themen Nutzerfreundlichkeit (Usability), Akzeptanz und Nutzererfahrungen (User Experience) von Robotik im AAL- (Ambient Assisted Living) und Pflegebereich sprechen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.